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Verantwortung tragen

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Verantwortung tragen: Impulse für Führungs- und Zukunftsbewusstsein

In diesem Blogbeitrag geht es um ein besonderes Buch.

Am 23. Dezember 2018 erscheint das Buch mit dem oben genannten Titel. Ich erwähne es hier, weil ich dazu einen Artikel geschrieben habe. In meinem Artikel geht es um Ängste und auch, was diese mit unserer Gesellschaft und auch dem Thema Verantwortung zu tun haben. Dort erfährst du auch, was du gegen deine Ängste tun kannst.

Ich bin in diesem Buch nur eine von 26 Autor*Innen, die Beiträge dazu geleistet haben. Wir alle freuen uns sehr auf das Erscheinen unseres gemeinsamen Projektes und sind schon sehr gespannt, wie es bei den Leser*Innen ankommt

Bei Amazon z.B. kannst du es erwerben:

Natürlich kannst du auch ein Exemplar von mir bekommen. Sehr gerne schreibe ich dir eine Widmung hinein.

 

 

Verantwortung tragen: Impulse für Führungs- und Zukunftsbewusstsein

26 Autorinnen und Autoren aus ganz verschiedenen Berufen und Branchen beleuchten die Praxis des Themas Verantwortung

Verantwortung ist ein Thema, das nicht nur eine gesellschaftliche Dimension hat, sondern auch über unseren geschäftlichen und beruflichen Erfolg sowie über unsere eigene Zufriedenheit entscheidet. Verantwortung hat viel mit Klarheit zu tun hat. Klarheit darüber, was wir machen und was nicht, über die Gründe dafür und darüber, welche Entscheidungen wir treffen oder eben nicht treffen.

Verantwortung als Thema ist ein Dauerbrenner, das gerade in der modernen Zeit eine Renaissance erfährt. Der moderne Mensch ist ständig aufgerufen, Verantwortung für dieses und jenes und insbesondere für sich selbst zu übernehmen. Klar ist, dass Verantwortung alle etwas angeht. Niemand kann sich ihr entziehen. Zugleich ist Verantwortung schwer zu greifen, selbst eine genaue Definition ist alles andere als einfach. Vor allem hält das Thema bei näherer Betrachtung einige Überraschungen bereit, zumal sich im Alltag kaum einer fragt, was genau es mit dem recht abstrakten Begriff auf sich hat und welche Rolle Verantwortung für jeden selbst spielt.

Stéphane Etrillard, der Herausgeber dieses Sammelbands, hat 26 Autorinnen und Autoren aus diversen Bereichen dafür gewonnen, ihren Blick auf das Thema in Worte zu fassen. Wie sich zeigt, hat der individuelle Umgang mit Verantwortung – obwohl es sich um ein durchaus philosophisches Sujet handelt – ganz praktische Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens, auf geschäftliche ebenso wie auf private. Genau das spiegelt sich in den Beiträgen der Autorinnen und Autoren wieder. An dieser Stelle profitiert der Band von der Vielfalt der Persönlichkeiten hinter den Beiträgen:

Die Unternehmerin, der Gründer, die Beraterin, der Trainer, der Coach, die Musikerin, der Fachanwalt, die Angstforscherin, die Gesundheitsexpertin, der Arzt, der Psychologe, die Hypnosetherapeutin, der Vortragsredner und Publizist sowie Experten und Expertinnen für Digitalisierung, Bildung und Persönlichkeit – sie alle nähern sich dem Thema von ihrem jeweiligen Fachgebiet. Aus dieser Gesamtschau entsteht ein klares, sogar neues Bild davon, wie Verantwortung gelebt und praktiziert wird, wo die Menschen sich ihr entziehen oder sich ihr stellen, wo Verantwortung uns belastet und wie sich die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, auf das eigene Leben auswirkt.

In allen Fällen zeigt sich: Verantwortung ist ein Zukunftsthema. Der Standpunkt und die gelebte Praxis von heute entscheiden über die Ausgestaltung der Zukunft, der eigenen und der von anderen. Verantwortung beginnt beim einzelnen Menschen selbst – zieht jedoch große Kreise. Das ist das Einzigartige an dem Thema: Verantwortung passiert nicht isoliert für sich allein, sondern sie hat Auswirkungen: auf Mitarbeiter, auf die Gesellschaft, auf Kinder, Patienten, Kunden – und nicht zuletzt auf jeden Menschen selbst.

Damit bietet dieser Sammelband den Leserinnen und Lesern die seltene Gelegenheit, den Facettenreichtum und die Wirkungsmacht dieses Thema in voller Gänze zu erfahren. So unterschiedlich die Beiträge und ihre Autorinnen und Autoren auch sind, sie sind sich in einem einig:

Verantwortung ist niemals eine Einschränkung, vielmehr erhöht sie unsere Handlungsspielräume, eben weil wir mit dem Bewusstsein für die eigene Verantwortung weitaus klarere Entscheidungen treffen können. Wer sich seiner Verantwortung bewusst ist, erkennt damit die Vielzahl der eigenen Optionen, kann aus ihnen wählen und sie dazu nutzen, etwas in Bewegung zu setzen und das Geschehen gezielt zu beeinflussen.

„Verantwortungsbewusste Menschen sind diejenigen, die Orientierung geben, die Entscheidungen treffen, für die sie einstehen, und die sich über die Folgen ihrer Handlungen im Klaren sind. Solche Menschen stehen hoch im Kurs. Jeder Mensch weiß Verantwortungsbereitschaft zu schätzen und fühlt sich von ihr angezogen. Verantwortungsvolle Menschen sind gefragt und werden häufig bewundert – und das nicht von ungefähr“, schreibt Stéphane Etrillard in seinem Vorwort. Dies allein ist ein Grund, sich einmal intensiv mit dem Thema zu befassen. Der Sammelband Verantwortung tragen: Impulse für Führungs- und Zukunftsbewusstsein bietet hierfür die optimale Gelegenheit.

26 Autorinnen und Autoren haben neben dem Herausgeber Stéphane Etrillard an diesem richtungweisenden Sammelband zum Thema Verantwortung mitgewirkt: Dana Arzani, Dr. Anke Elisabeth Ballmann, Sabine Beley, Christina Boos, Stéphane Etrillard, Simon Gorski, Jens Hake, Sandra Happel, Anita Haviv-Horiner, Bernd Kiesewetter, Richard Kirchmair, Michael Kleina, Ulrike Krammer, Thomas F. Moser, Burak Özgelen, Janine Katharina Pötsch, Monica Rehm, Ulrike Reiche, Ina Reisel, Denise Ritter, Béatrice Schafer, Kristin Scheerhorn, Hermann Scherer, Richard C. Schneider, Barbara Tretter, Nicole Weber und Patricia Zurfluh.

Stéphane Etrillard (Hrsg.)
Verantwortung tragen: Impulse für Führungs- und Zukunftsbewusstsein
256 Seiten, gebunden
Goldegg Verlag
€ 24,90
ISBN 978-3990601174
erscheint am 23.12.2018

Pressekontakt:

Goldegg Verlag GmbH
Mag. Maria Schlager-Krüger
Leitung Presse
Mommsengasse 4 . A-1040 Wien
Tel: +43 1 505 43 76-46   Fax: -20
Mail:    maria.schlager@goldegg-verlag.com
Web:     http://www.goldegg-verlag.com

 

Stéphane Etrillard ist international tätiger Vordenker und zählt zu den meistgefragten Business-Coaches im deutschsprachigen Raum. Der mehrsprachige Business-Philosoph und Vortragsredner gilt als Experte für „Unternehmer-Souveränität“ und lebt in der Kulturmetropole Berlin, wenn er sich nicht frische Inspiration für seinen Unternehmeralltag und seine Kunden in Sydney, in Kalifornien, in New York, Paris oder Tel Aviv holt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich leidenschaftlich mit Philosophie, Literatur und Klaviermusik und lernt mit großer Begeisterung das Klavierspielen. Sein einzigartiges Know-how ist seit über 20 Jahren in der Beobachtung und Begleitung von mehreren Tausend Unternehmern, Experten, Künstlern, Führungs- und Nachwuchskräften aus unterschiedlichsten Branchen entstanden. Mit seinen Privatissima und Masterclasses im Bereich Rhetorik, Dialektik und Selbstvermarktung verhilft er seinen Kunden zu mehr Souveränität in allen Lebenslagen. Zu seinen Klienten zählen Vorstände, Top-Manager, mittelständische Unternehmer, Solopreneure, Künstler Freiberufler, Experten und Politiker. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter Prinzip Souveränität und Unternehmer-Souveränität.

Wie du lernst dich selbst zu lieben

By | Allgemein, Selbstliebe | 6 Comments

Wie du lernst dich selbst zu lieben

Möchtest du deinen Selbstwert steigern und lernen dich selbst zu lieben, so wie du bist?

Natürlich – dumme Frage.

Das wollen wir schließlich alle. Jeder hat ab und zu Momente, wo der innere Kritiker gnadenlos zuschlägt.

Warum eigentlich immer Selbstliebe? Vielleicht bist du schon oft über dieses Wort gestolpert oder vielleicht findest du auch, dass es überschätzt wird oder es sogar maßlos arrogant ist, sich selbst zu lieben.

Und ich sage: Mit deiner Selbstliebe steht und fällt alles!

 

Aber du kannst es auch anders nennen, wenn es dir lieber ist.

Es geht um folgendes: Du selbst solltest die wichtigste Person in deinem Leben sein. Es ist wichtig, dass du deinen eigenen Wert erkennst, dich selbst akzeptierst und dich einfach selbst magst.

Oftmals machen wir uns in Gedanken schlecht. Ja, wir selbst sind unser größter Kritiker und nur zu gerne verinnerlichen wir die negativen Kommentare anderer und machen sie uns zu eigen.

Aber was passiert, wenn wir so mit uns umgehen?

Unser Leben wird maßgeblich durch unser Unterbewusstsein gesteuert.

Wenn wir uns selbst nicht wertschätzen, sind wir unbewusst der Meinung, dass wir vieles nicht verdienen, z.B. Erfolg, Liebe, gute Partnerschaften, Geld, eine glückliche Familie, ein schönes Heim.
Und so wird unser Unterbewusstsein alles in seiner Macht stehende tun, dass in Erfüllung geht, was wir über uns selbst denken. Was wir nicht verdienen, bekommen wir nicht – nicht in dem Ausmaß, wie wir es uns eigentlich wünschen würden.

Kennst du das auch? Du wünscht dir von Herzen etwas und gleichzeitig hast du eventuell Angst es nicht zu bekommen. Du liebst jemanden und hast Verlustangst.

Wenn es dir so geht, unterschätzt du deinen Wert. Und tatsächlich programmierst du dein Unterbewusstsein darauf, genau diese Dinge zu suchen, die du gar nicht haben möchtest. Einfach weil dein Fokus darauf gerichtet ist.

Selbstliebe ist nicht narzisstisch, keine Sorge. Viel eher geht es darum dir selbst mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Würdest du all die Dinge, die du über dich selbst denkst, deinem besten Freund an den Kopf werfen?

Natürlich nicht?
Aber warum tust du es dann bei dir?

Du denkst, es ist wichtig, sich um andere zu kümmern?
Ja, natürlich ist es das.

Aber das kannst du nur, wenn du für dich selbst gut sorgst.

Wenn im Flieger die Sauerstoffmasken runterfallen, solltest du dir selbst auch zuerst eine aufsetzen bevor du anderen hilfst.

Du kannst anderen nicht helfen, wenn es dir selbst nicht gut geht. Und bereits in der Bibel steht geschrieben: Liebe deinen nächsten wie dich selbst.

Nun ist die Frage: Und wie mache ich das?

Erstmal möchte ich dir sagen, dass es nichts mit Arbeit zu tun hat.

Wie oft höre ich, dass jemand an sich selbst arbeiten will, an seiner Selbstliebe, seinem Selbstwert, seinem Selbstvertrauen.

Aber ich glaube, dass nichts von dem durch harte Arbeit erreichbar ist, bzw. ist diese harte Arbeit nicht notwendig.

Bei der Selbstliebe geht es doch darum uns selbst so zu lieben wie wir sind. Es geht nicht darum erst irgendwelche Bedingungen erfüllen zu müssen.

Du musst nicht erst 10 Kilo abnehmen, 10.000 EUR mehr im Jahr verdienen oder endlich schaffen, was du dir schon lange vorgenommen hast, bevor du dich selbst lieben oder wertschätzen darfst.

Das darfst du bereits JETZT!

Du bist liebenswert!

Frag mal deine beste Freundin oder deinen besten Freund, was er oder sie so an dir schätzt. Du wirst sicher erstaunt sein über das was du hörst.
Aber hör gut zu und wink nicht ab und sag, das stimmt doch gar nicht.
Stattdessen sag danke und wiederhole es in Gedanken, was du über dich gehört hast.

Ich werde jetzt mal etwas metaphysisch. Schließlich bin ich Hypnotiseurin, mache Rückführungen, auch spiritueller Art, und da stolpert man einfach über die Seele und wozu wir auf der Erde sind.

Wir sind hier um uns selbst zu erfahren. Die Seele besteht weiter auch wenn der Körper vergeht. Für die Seele gibt es keine Schuld. Für die Seele gibt es keine Trennung. Für die Seele existiert bedingungslose Liebe.

Du wurdest absolut unschuldig und rein geboren – absolut vollkommen und nichts hätte dich wertvoller machen können als du in diesem Moment bereits warst.

Und seitdem hast du dein Bestes gegeben. Natürlich hast du auch Fehler gemacht, aber du hast dich immer weiterentwickelt. Und ich gehe davon aus, dass du dich weiterentwickeln möchtest, sonst würdest du das hier gerade nicht lesen.

Es ist tatsächlich auch jetzt so, dass nichts dich wertvoller machen könnte, als du jetzt bereits bist.
Keine 10 Kilo weniger, keine 10.000 EUR mehr. Es ändert an deinem Kern gar nichts.

Du bist bereits vollkommen, so wie du jetzt bist.

Alles was du zu tun hast ist dies anzuerkennen.

Dies zu lesen ist der erste Schritt und dann sei einfach nachsichtiger mit dir.
Mache es dir zur Gewohnheit, dich selbst zu ehren. Du hast es verdient.

Sag doch einfach mal zu dir selbst: Ich bin bereit mich so zu akzeptieren wie ich bin. Das kannst du auch gut zu deinem Spiegelbild sagen.

Wenn du weitergehen möchtest, denke folgendes:

Ich liebe mich selbst. – Das ist mein Mantra.
Ich hab es aus einem guten Buch.

Tatsächlich hat es mir selbst auch sehr geholfen als es mir mal nicht so gut ging und in Kombination mit Selbsthypnose ist es fantastisch.

Und es hilft, es wieder und wieder zu denken. Immer, wenn ich merke, dass meine Gedanken sich um etwas anderes drehen, denke ich: ich liebe mich selbst.

Lächle dich selbst im Spiegel an, wenn du hineinsiehst.

Oftmals gucken wir in den Spiegel und uns fallen nur die negativen Seiten an uns auf. Richte deine Aufmerksamkeit auf die schönen Sachen, deine schönen Augen zum Beispiel und lächle dir selbst zu.

Mach dir selbst eine Freude.

All dies ist keine Arbeit.
Oder ist es Arbeit für dich, jemandem zu sagen, dass du ihn liebst oder jemanden anzulächeln?

Ändere deinen Fokus

Ändere deinen Fokus von den negativen Dingen auf die positiven Dinge, die dir zu dir selbst ein- oder auffallen. Es wird viele Sachen geben, die du gut gemacht hast, gut kannst und auch sehr viele Dinge für die du dankbar sein kannst.
Mach es dir zur Gewohnheit, dir jeden Abend kurz zu überlegen, was du heute gut gemacht hast und wofür du dankbar bist. Schreib es am besten auf; so kannst du es nachlesen, in Zeiten, in denen du eine Aufmunterung brauchst.

Wenn du dich danach sehnst, dass dir jemand tröstende Worte sagt, lerne dir selbst zu geben, was du brauchst. Was wären das für Worte, die dir helfen würden? Wie fühlt es sich an, sie dir selbst zu sagen?

Behandel dich selbst, wie deinen besten Freund oder deine beste Freundin.

Und du wirst feststellen, dass du dich wertschätzt, mit jedem Tag immer mehr!

Und mit jedem Tag geht es dir dann auch besser und immer besser.

Denn du programmierst dein Unterbewusstsein darauf, die guten Dinge wahrzunehmen und worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, davon bekommst du üblicherweise mehr.

Hast du bereits Erfahrung mit meinen Tips sammeln können oder Anmerkungen dazu?

Hinterlasse gerne einen Kommentar.

OrangeTheWorld2015

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Als ich den Aufruf zur Blogparade „OrangeTheWorld2015“ las, fühlte ich mich sofort angesprochen. Es geht hierbei um eine Kampagne „16 Tage zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen“.

Nun hat Gewalt viele Gesichter, aber die sexuelle Gewalt gegen Frauen ist, was mir persönlich unter den Nägeln brennt. Jedoch möchte ich nicht darüber eine intellektuelle Abhandlung schreiben.

Ich möchte ein Zeichen setzen und dazu gibt es nur einen Weg. Er kostet Mut… aber nun gut. Ich hoffe, dass meine Geschichte anderen Betroffenen Mut macht.

Ich kenne sexuelle Gewalt und ihr schmieriges, ekelhaftes, stinkendes Gesicht und vielleicht kennst auch du es – deshalb will ich dich nicht mit Details quälen. Und Menschen, die sich an solchen Beschriebungen aufgeilen, will ich hier nicht befriedigen.

Sexuelle Gewalt hinterlässt Spuren in der Psyche, je nachdem, wann sie statt fand, wie oft, in welchem Zeitraum und durch wen, können diese Spuren so tief sein, dass die Psyche zersplittert. Dann entstehen mehrere Persönlichkeiten und wir haben es mit der DIS – Dissoziativen Identitätsstörung zu tun. Leider ist diese Persönlichkeitsstörung nicht so selten, wie die meisten Menschen annehmen. aber es gibt auch andere, nicht so tiefe Spuren. Bei manchen siehst du sie an der Oberfläche nicht. Sie sind gut verdeckt. Vielleicht ist der Schmerz so tief vergraben, dass ihn niemand sieht und du ihn sogar vor dir selbst versteckst..
..und dennoch gibt es Hinweise. Diese können bei Erwachsenen Überlebenden sexueller Gewalt vielfältig sein: Depressionen, psychosomatische Störungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Bindungs-und Beziehungsstörungen, Probleme im Beruf, Selbstwertprobleme… und viele, viele weitere.

Oftmals sind die Erinnerungen fragmentiert oder bewusst nicht zugänglich oder sie kommen erst später im Leben hoch.

Als ich in der Pubertät war, war es ein Nachbar und später ein Freund und ich hab es nniemandem gesagt. Warum nicht? Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich das Recht gehabt hätte. Später, Anfang zwanzig, kamen die ersten Erinnerungen an noch früher und sie erwischten mich kalt. Sie schlugen auf mich ein und drängten mir ihre Übelkeit auf. Ich wusste nicht mehr wer ich war, ob ich lebte oder tot war. Ich wusste nicht, ob stimmte, woran ich mich zu erinnern meinte. Mißbrauch in meiner Kindheit – ausserhalb meines Elternhauses. Manches war so fruchtbar und mein Körper verband es mit einem Schmerz und einem Taubheitsgefühl und einer Schwäche meiner Beine. Der Körper – er erinnerte sich, auch wenn es für mich nur Bruchstücke waren, fand das Grauen körperlichen Ausdruck.

Ich machte eine Therapie und irgendwann ging es mir gut – so dachte ich. Ich hatte Erfolg in meinem Job, ich konnte Sex haben. Somit dachte ich, alles ok. In vielen Büchern  steht nur, dass Überlebende Schwierigkeiten mit Sex haben. Das schien nicht zuzutreffen, also alles in Ordnung? Um mich herum heirateten Menschen, bekamen Kinder, hatten ein zu Hause. Meine Beziehungen waren chaotisch und hielten nicht lange. Nach verschiedenen Therapieansätzen wurde mir klar: Ich suche mir natürlich Männer aus, die selbst Probleme haben sich einzulassen, weil ich Angst hatte, dass sie ansonsten sehen würden wie kapputt ich war. Das war mein Glaubenssatz, wenn ich jemanden nah genug an mich ran lasse, sieht er, wie kaputt ich bin und so etwas Kaputtes kann man nicht lieben.

Ich hatte liebe Menschen, denen nicht egal war, wie es mir ging. Ich machte Selbsthypnose, ging zur Traumatherapie, zu guten Kollegen. Und tatsächlich half mir auch ein Buch:

Was mir immer wieder half, war der Gedanke, dass ich keinem Täter die Genugtuung geben möchte, mich am Boden zu sehen. Also hab ich gekämpft. Immer wieder, für alles. Dennoch kann das Leben ja nicht nur aus Kampf bestehen. Und irgendwann war meinem Körper auch der Kampf zu viel und mein Herz machte schlapp. Welche Ironie – ausgerechnet das Herz.

Und dann wurde mir klar, woran es noch fehlte.

Selbstliebe

Wenn ich mich selbst lieben würde, wüsste ich, dass es nichts mit mir zu tun hat, was mir passiert ist.

Es macht mich nicht zu einem schlechteren Menschen, ich habe es nicht verdient, ich habe ein Recht darüber zu sprechen, es gibt keinen Grund mich zu schämen oder mich schmutzig zu fühlen.

Heilung geschieht, wenn du dich selbst lieben kannst!

Heute sehe ich, dass meine chaotischen Beziehungen mir nur gezeigt haben, was in mir war. Aber, dass viele das als Makel sehen, macht es nicht leichter. Ich bin 40, unverheiratet, single, keine Kinder. Es gab Menschen, die fragten mich, warum ich nie verheiratet war und ich wußte nicht, was ich Ihnen antworten sollte. Und wenn ich dachte, weil mich niemand gefragt hat, tat ich mir nur selbst weh.

Noch habe ich keine glückliche Beziehung – aber ich bin auf dem Weg zu der wichtigsten Beziehung der Welt. Meiner Beziehung zu mir, und die wird immer glücklicher.

Ich habe mir selbst verziehen, dass ich zugelassen habe, was mir geschah, weil ich nun weiß, ich hätte es nicht verhindern können.

Ich schäme mich nicht mehr für das, was mir geschah, weil ich weiß, dass jedes Kind unschuldig und rein ist.

Ich bin stolz auf mich, dass ich immer weitergemacht habe.

Ich fühle mich nicht mehr kaputt oder beschmutzt.

Stattdessen weiß ich, dass ich wertvoll bin und liebenswert. Ja, ich verdiene es geliebt zu werden. Und am allermeisten verdiene ich es von mir selbst geliebt zu werden – genauso wie ich bin – mit meiner Geschichte. Und das verdienst du auch!

 

Nicole Weber hat 4,93 von 5 Sternen | 19 Bewertungen auf ProvenExpert.com